Teddybären im Werder- und Eintracht-Outfit nebeneinander

Auswärtsspiel 16. Januar 2026 · 3 Min. Lesezeit

Ein Spiel unter Freunden

Werder – Eintracht 3:3

Der Treffpunkt des EFC für das Auswärtsspiel unserer Eintracht in Bremen war – wie so oft – der Hauptbahnhof. Doch schon hier wurde schnell klar: Das wird kein gewöhnlicher Spieltag. Mit den ersten Drinks in der Hand und bester Laune im Gepäck sammelten sich nach und nach die Mitglieder des EFC Weserbembel. Ob aus Bremen, dem Umland, Hannover oder dem Rhein-Main-Gebiet – die Anreise war vielfältig, die Stimmung von Beginn an geschlossen stark.

Gemeinsam ging es weiter in die Bar Celona, wo bereits befreundete EFCs warteten. Die Wiedersehensfreude war groß, die Begrüßungen herzlich und – wie es sich gehört – wurde das Ganze mit einigen Runden Jägermeister untermalt. Neben all der Geselligkeit durfte auch die nötige Grundlage nicht fehlen, denn allen war bewusst: Der Abend würde noch lang und intensiv werden.

Der anschließende Fußmarsch zum Weserstadion entwickelte sich zu einem echten Highlight für sich. In bester Eintracht-Manier wurde der Weg zum Stadion zum Erlebnis: spontane Boxenstopps, zahlreiche Begegnungen mit weiteren SGE-Fans und immer wieder gemeinsames Singen, Lachen und Anstoßen. Das „mitgereiste Stöffche" aus Frankfurt durfte dabei natürlich nicht fehlen. Genau diese Momente sind es, die den Fußball für uns Frankfurter so besonders machen – Gemeinschaft, Leidenschaft und dieses Gefühl, egal wo man ist, nie allein zu sein.

Am Stadion angekommen, diese grün-weißen „Fischbude", richtete sich der Fokus dann voll auf das Spiel – und das begann spektakulär: Bereits in der ersten Minute brachte Kalimuendo die Eintracht mit 0:1 in Führung. Die Kurve explodierte förmlich – Bierduschen, Jubel, pure Ekstase. Ein Start nach Maß. Doch wie so oft bei Spielen unserer Eintracht, blieb es nicht lange ruhig. In der 28. Minute glich Werder Bremen aus. Kurz durchatmen, weitermachen – die Unterstützung von den Rängen riss jedoch keine Sekunde ab.

Nach der Halbzeit entwickelte sich eine intensive und offene Partie. In der 56. Minute dann die erneute Führung für die Eintracht – 1:2! Die Hoffnung auf einen Auswärtssieg war zurück, die Kurve wieder im Ausnahmezustand.

Die Schlussphase hatte es dann allerdings in sich: In der 80. Minute der Ausgleich für Bremen, nur zwei Minuten später sogar die 3:2-Führung. Für einen kurzen Moment drohte die Stimmung zu kippen – dieses bekannte Gefühl zwischen Frust und Unglauben. Doch Aufgeben war keine Option. Weder auf dem Platz noch auf den Rängen.

Und dann kam sie – die 95. Minute: Ansgar Knauff trifft zum 3:3-Ausgleich. Grenzenlose Freude, pure Eskalation, wildfremde Menschen in den Armen – genau diese Momente machen den Fußball so besonders.

Nach dem Abpfiff überwog bei allen Beteiligten die Zufriedenheit. Ein Spiel voller Emotionen, ein Punkt mit Charakter und ein Tag, der einmal mehr gezeigt hat, was den EFC Weserbembel auszeichnet: Zusammenhalt, Leidenschaft und die Fähigkeit, jedes Spiel zu einem besonderen Erlebnis zu machen. Der Abschluss des Abends verlief dann ganz im Sinne der unterschiedlichen „Regenerationspläne": Während einige den Heimweg entspannt mit einem letzten Absacker antraten oder im Hotel erschöpft ins Bett fielen, zog es eine kleine, hartgesottene Gruppe tatsächlich noch weiter ins Bremer Nachtleben – auch wenn dieses, sagen wir mal, überschaubar ausfällt.

Fazit

Ein rundum gelungener Auswärtstag mit allem, was dazugehört – starken Momenten neben dem Platz, einer leidenschaftlichen Kurve und einem 3:3, das sich am Ende wie ein kleiner Sieg angefühlt hat.